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Welches Buch-Genre darf es sein?

Autorinnen wird geraten, sich auf ein bestimmtes Genre zu fokussieren. Lesenden können Genres die Orientierung im Dickicht der Neuerscheingungen erleichtern. Ehrlich gesagt kenne ich mich mit Genres nicht besonders gut aus. Romance, Fantasy, New Adult, Cozy Crime und was es sonst so alles gibt ... Kategorien helfen, Bücher thematisch einzuordnen, in der guten alten Stadtbücherei ebenso wie in der wissenschaftlichen Bibliothek. Dann lässt sich der Katalog nach Interessensgebieten durchsuchen, auch wenn man eine bestimmte Autorin noch gar nicht kennt.

Viel mehr lesen

Was für ein Glück, dass ich als Leserin mich überhaupt nicht auf ein Genre beschränken muss. Ich habe die Wahl und das ist wunderbar (vom Ergebnis meines Quer-durch-die Bank-Lesens profitierst du als Abonnentin!). Wie findet eine Vielleserin wie ich, die quer durch alles Genres lesen möchten, den roten Faden im Genre-Dschungel? Viel lesen hilft, verrate ich hier nur, alles andere bleibt mein Geheimnis. ;) Dafür habe ich heute einen besonderen Buchtipp für dich.

Viel mehr leben

Köchin oder Autorin, Food-Bloggerin oder Weltenbummlerin, YouTube-Star oder eine ungewöhnliche Abenteurerin ? Das Schöne am Leben ist, dass es unendlich viele Zwischentöne gibt. Niemand muss sich mit einer einzigen Rolle im Leben begnügen. Im Gegenteil, je bunter und länger das Leben ist, desto mehr gibt es zu erzählen. Ach ja, und jung muss man auch nicht sein, um ein wirkliches Vorbild zu werden. Ganz im Gegenteil. Es geht um Monika Fuchs. Nie gehört? Dann lest und staunt.

In stürmischen Zeiten den Faden nicht verlieren

Monika Fuchs ist weit über 80 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück, das sie u. a. in den USA, nach Neuseeland und auf den Philippinen verbrachte. Aktuell feiert sie Erfolge in Deutschland als erfolgreiche Food-Bloggerin und Buchautorin. Sie gilt als

derzeit älteste YouTube-Köchin, mit Sicherheit ist sie auch die erfolgreichste in ihrer Altersgruppe. In ihrer Autobiografie Den Faden halten. Mein stürmisches Leben (erschienen 2023 bei Rowohlt) erzählt sie von irehm bewegten Leben, von Ankommen und Abschied, von Schiwerigkeiten und Neustarts. Lesen lohnt sich.

Erzähltes Leben

Und zum Schluss komme ich noch mal zurück zur Ausgangsfrage nach dem Genre. Autobiografische Bücher lese ich sehr gerne. Vorausgesetzt, es geht um ein spannendes Leben, um eine Frage, die etwas zu sagen hat.



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Büchertag, Müttertag, Autorinnentag

Das Schöne an Büchern ist, dass sie sich zu jedem Anlass schenken und zu jeder Zeit lesen lassen. Bücher lesen steht immer ganz oben auf meiner Agenda, und natürlich gilt das ganz besonders heute, am 23. April, am Welttag des Buchs. Weil ich immer neugierig bin, frage ich dich: Gibt es ein Buch, das du genauso gerne liest wie deine Mutter? Oder habt ihr einen ganz unterschiedlichen Lesegeschmack?

Mutter und Tochter, über diese Paarung gibt es viel zu sagen und zu schreiben. Zum Tag des Buchs möchte ich gerne einen anderen Blickwinkel einnehmen und mich nach bekannten schreibenden Müttern und Töchtern umsehen, nach eng verwandten Autorinnen-Paarungen also. Das Ergebnis ist, ich sage es gleich, ernüchternd.


Autorin, Schwester, Frau

Natürlich gibt es sie, die schreibenden Frauen, die an ihrem Verwandtschaftsgrad zu berühmten Männern gemessen werden. Was ich damit meine, möchte ich am Beispiel Bettine von Arnim zeigen (sie lebte von 1785 bis 1859). Immerhin nennt Wikipedia sie eine bedeutende Vertreterin der deutschen Romantik. Und sonst so? Sie ist die Schwester von Clemens Brentano (Hauptvertreter der Heidelberger Romantik), 20 Jahre lang (in der öffentlichen Wahrnehmung für immer und ewig) die Ehefrau von Achim von Arnim, das Kind in dem von ihr nach Goethes Tod herausgegebenen Goethes Briefwechsel mit einem Kinde“. Klingelt schon was? Nein? „Ehe mit Achim von Arnim“ ist im Wikipedia-Artikel über Bettine (oder Bettina) von Arnim ein ganzes Unterkapitel gewidmet. Bei Achim von Arnims Eintrag fehlt ein solches Unterkapitel, sein Leben ist schlicht und einfach nach Jahreszahlen gegliedert. Frauen als eigenständige Autorinnen werden anscheinend immer noch öffentlich anders wahrgenommen als Männer. Oder irre ich mich?

Auf jeden Fall empfehle ich dir, einmal ein Buch aus der Feder von Bettine von Arnim zu lesen. Oder, wenn wir schon bei Verwandtschaftsverflechtungen und Familienbeziehungen sind, ein Buch über sie zu lesen:

Brosamen für den blauen Vogel von Olga Majeau. Der Untertitel des 2016 erstmals erschienenen Buchs lautet: Bettina von Arnim und ihre Nachfahren. Eine europäische Familiengeschichte.


Mutter und Tochter, Autorinnen

Zurück zu schreibenden Mutter-Tochter-Paaren. Ich bin immer noch überzeugt, dass sich einige bekannte Autorinnen finden lassen sollten. Dank Mastodon (dort habe ich danach gefragt) kann ich euch eine berühmte Paarung bieten: Mary Wollstonecraft (1759 bis 1797) und ihre Tochter Mary Shelley. Was haben sie geschrieben? Dass Mary Wollstonecraft, also die Mutter, sich bereits 1792 kritisch mit dem Recht der Frauen auf Bildung auseinandersetzte (in diesem Jahr erschien ihr bekanntestes Werk unter dem Titel A Vindication of the Rights of Woman with Strictures on Political and Moral Subjects), wissen sicher einige. Von Mary Shelleys bekanntestem Werk haben sicher alle schon gehört: Frankenstein.

Leider starb die Mutter kurz nach der Geburt der Tochter, ihre Lebenswege überschnitten sich also zu kurz. Inwiefern die Tochter dennoch als Schriftstellerin den Fußstapfen ihrer Mutter folgte, darüber wurde besonders im englischen Sprachraum vieles geschrieben.

Ich würde mir wünschen, dass ich euch bald ein Buch über bemerkenswerte schreibende Mütter und Töchter vorstellen könnte.


Geschenktag Muttertag

Ein bisschen Werbung in eigener Sache möchte ich zum Schluss machen. Nein, ich habe kein Mutter-Tochter-Buch geschrieben und bin so wenig eine berühmte Autorin wie meine Mutter. Aber ich bin eine Fee, die Freude schenkt mit Blumen und Büchern.

Schenkst du deiner Mama gerne Bücher? Bestimmt würde sie sich über ein Bücherabo riesig freuen. Ich freue mich darauf, mit Maleas Bücherabo Bücher für sie auszusuchen.

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Warst du schon mal auf einer Buchmesse? Dann kennst du vielleicht das Gefühl, das mich jetzt erfüllt: Ich bin inspiriert und erschöpft zugleich. Letztes Wochenende bin ich durch die Leipziger Messehallen gegangen, begegnet bin ich lauter netten Büchermenschen. Und so vielen Büchern, dass selbst ich als Bücherfee davon überwältigt bin. Welches Buch lese ich zuerst, welches Buch wähle ich für die Bücherabos aus?

Maleas Messegeschenk
Malea liest

Oben seht ihr, was ich zur Messe hingebracht habe. Vor Ort kam der süße Inhalt gut an, ein kleiner Muntermacher im Messetrubel. Hast du schon ein Malea-Mitbringsel bekommen? Melde dich bitte per mail an post@malealiest.de, wenn du eins haben möchtest. Mitgebracht von der Buchmesse habe ich jede Menge Lese-Ideen, gerne erst einmal in Form von Postkarten, die mich an die schönsten Titel erinnern. Die Postkarte auf dem Bild unten konnte ich gar nicht liegen lassen, weil sie optisch perfekt zu mir als Bücher-und-Blumen-Fee passt:

Englische Sommergeschichten sind ganz nach meinem Geschmack.

Und doch: Trotz der wunderbaren neuen und alten Bücher, die darauf warten, von uns gelesen zu werden, möchte ich mich heute einmal nicht festlegen auf ein Buch des Monats für dich. Überraschung ist das Stichwort!


Statt eines Buchs zeige ich dir heute ein weiteres Bild.

Das Bild habe ich zuerst für diesen Blogartikel ausgesucht. Es zeigt, wie ihr unschwer erkennen könnt, nicht mich, sondern eine Elfe. (Wenn ihr wissen wollt, was Elfen von Feen unterscheidet, dann besucht Verwechslungsgefahr: Fee oder Elfe? *ggg*) Schwebend wie eine Elfe über einem riesigen Bücherstapel, so werde ich mich fühlen, wenn meine müden Füße sich nicht mehr über den Messebesuch beschweren. Dann beginnt das Schönste auf der Welt: das Lesevergnügen.


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